Freitag, 20. August 2010

[Rezension] Der unsterbliche Alchemyst

Michael Scott
Die Geheimnisse des Nicholas Flamel
Band 1: Der unsterbliche Alchemyst
Klappentext:
San Francisco. Am helllichten Tag wird in Nick Flemings Buchhandlung unter Einsatz von Magie ein altes Buch gestohlen. Die Zwillinge Sophie und Josh staunen nicht schlecht, als der Buchhändler sich als der berühmte Alchemyst Nicholas Flamel zu erkennen gibt, geboren vor über 670 Jahren! Er hat einst das Geheimnis ewigen Lebens entdeckt und nun sind die Mächte des Bösen hinter ihm her. Ein atemberaubendes Abenteuer beginnt…
Cbj
Taschenbuch, 416 Seiten
ISBN: 978-3-570-40000-5
€ 8,95 [D]
erschienen: 01. März 2010
***
Spätestens seit Harry Potter hat jeder schon mal von Nicholas Flamel und dem Stein der Weisen gehört. Michael Scott schafft es diese Legende in einem völlig anderen Rahmen zum Leben zu erwecken: dem 21. Jahrhundert – inklusive Handy und Internet.
Ich bin eine Legende.
Der Tod hat keine Herrschaft über mich, Krankheit kann mich nicht anfechten. Schau mich an, so wie ich jetzt bin, und du würdest mich nicht für alt halten. Und doch wurde ich im Jahre des Herrn 1330 geboren, vor mehr als sechshundertundsiebzig Jahren.
Ich war so vieles im Laufe der Zeit: Arzt und Koch, Buchhändler und Soldat, Lehrer für Sprachen und Chemie, Gesetzeshüter und auch Dieb.
Doch zuallererst war ich Alchemyst. Ich war der Alchemyst. Als der Größte galt ich von allen, und meine Dienste wurden weithin gesucht – von Königen und Prinzen, vom Kaiser und selbst vom Papst. Ich konnte gewöhnliches Metall in Gold verwandeln und aus Kieseln schuf ich kostbare Edelsteine. Aber das war noch nicht alles: Verborgen in einem Buch über alte Magie entdeckte ich das Geheimnis ewigen Lebens.
Und jetzt wurde Perenelle, meine Frau, entführt und das Buch gestohlen.
Ohne das Buch werden sie und ich altern. Innerhalb eines Mondzyklus werden wir dahinsiechen und sterben. Und wenn wir sterben, wird das Böse, das wir so lange bekämpft haben, endgültig triumphieren. Das Ältere Geschlecht wird unsere Erde wieder in Besitz nehmen und die Menschheit für immer vernichten.
Aber ich werde mich nicht kampflos ergeben.
Denn ich bin der unsterbliche Nicholas Flamel.
Aus dem Tagebuch von Nicholas Flamel, Alchemyst
Niedergeschrieben am heutigen Tag, Donnerstag, den 31. Mai,
in San Francisco, der Stadt meiner Wahl
Mal ganz abgesehen davon, dass ich als Geschichtsstudentin und Mythologie-Fan geradezu begeistert von der Vielfalt der eingewebten Legenden und Mythologien bin, hat Scott ein so schlüssiges und spannendes Konstrukt gebastelt, dass man sich fragt, ob Nicholas Flamel nicht vielleicht doch noch unter uns wandelt. Oder ist gar Michael Scott auf einen vom Älteren Geschlecht getroffen? ;)

Daher meine Bewertung:

(4,5)
Doch lest am Besten selbst:
Links:

Freitag, 6. August 2010

Twitter: Blumenkübel-Tragödie

Hach ja, das Sommerloch. Die Politiker sind das erste mal wirklich auszuhalten und im Fernsehen laufen Wiederholungen der letzten 20 Jahre. Einzig die Twittergemeinde scheint in diesem Formtief geradezu vor Kreativität zu sprühen.
Wie an den “Trending Topics” zu sehen, hat auch hier das Sommerloch zugeschlagen: wurde zunächst in der deutschen Twitterwelt das norddeutsche “Moin” durch zahlreiche Beiträge zum TT erhoben, hielt sich in den letzten zwei bis drei Tagen dann der aus dem Harry Potter- Universum bekannte Todesfluch “Avada Kedavra” konsequent auf dem ersten Platz.
Doch der Hashtag #blumenkübel schlägt sie seit heute Nacht an Kreativität alle. Aufhänger der Geschichte ist der im Lokalteil der Münsterschen Zeitung veröffentlichte Artikel über die Zerstörung eines immerhin 150€ teuren Blumenkübels im Antoniusstift Neuenkirchen. Während viele andere Zeitungen einer solchen Meldung höchstens einen Dreizeiler in der Rubrik Polizeimeldungen gegönnt hätten, wurde hier gleich ein ganzer Artikel mit Bild veröffentlicht:
Screenshot BlumenkübelDie Praktikantin, die diesen Artikel veröffentlicht hat, hätte sich wohl nicht träumen lassen, was sie damit für eine Reaktion lostreten würde. Heute Nacht gegen 2 Uhr twitterte der User @Clusto folgendes:
Top Meldung des Tages! // Großer Blumenkübel zerstört -  Münstersche Zeitung: http://bit.ly/9QAafC
Durch zahlreiche Retweets kam die Lawine daraufhin ins Rollen. Während zu Beginn lediglich die Verständnislosigkeit über die geringe Relevanz des Themas geäußert wurde, entwickelte sich zunehmend eine echte Kreativität:
@dadamsda n-tv berichtet live aus Münster. Zeugen vor der Kamera. Blaulicht. Blumenkübel wird abtransportiert. Bürgermeister verweigert Rücktritt.
@wtfunblockeduii Augenzeuge: “Überall war Erde.. Und dann diese Scherben.. Es war wie Krieg.” #blumenkübel
@falingo #blumenkübel BILD spricht mit dem Schwager der Nichte. “Er war schon immer labil”!
@podpimp Es geht das Gerücht, Apple entwickelt unter dem Codenamen “iMer” eine Schutzhülle für #Blumenkübel
@Madly_Destined -’ Houston, we’ve got a problem here.’ -’This is Houston. Say again please.’ -’Houston, we’ve got a problem. We have found a #Blumenkübel.’
@DrToilet Medienbericht erhebt schwere Vorwürfe gegen die Stadt Münster: Angeblich war der #Blumenkübel nicht für große Massen an Erde ausgelegt
@SuddenGrey: #BP: “Wir haben das Loch jetzt mit Stücken aus dem #Blumenkübel gestopft, wir gehen davon aus, dass es hält!”
@DerSchulze Weiter meldet die #Bild aus dem Abschiedsbrief des #Blumenkübel: Die Gesellschaft akzeptierte nicht meine Liebe zu einem anderem Blumenkübel
@douglasmhall #Blumenkübel stand auf Magaths Einkaufsliste. Bitter.
@Stahlzart Staatsanwaltschaft Münster:Obduktion des Opfers im Gerichtsmedizinischen Institut der Universität Münster ergab: #Blumenkübel war schwanger
@Tee_Lichtenrade +++Eilmeldung! BP-Chef startet Versuch den #Blumenkübel mit einer Zement-Mischung zu kleben!+++
@Farlion +++ Greenpeace schiebt Schuld auf Klimaveränderung: #Blumenkübel starb an Frostschaden +++
@KradenHayes “Wunderheiler” van Toorn: “Ich kriege den #Blumenkübel zur Sonntagsmesse wieder fit!”
@wideawake01 Unsichere Quellen berichten: BP schließt das Ölleck mit einem #Blumenkübel
@weizenspreu Nach WK1, WK2, Vietnam, Irak1 und Irak2 nun DAS! Hört der Terror denn niemals auf? #Blumenkübel sind auch Menschen!
@patronenhuelse Schäuble und #zensursular fordern nun die Videoüberwachung von allen Blumenkübeln in Deutschland #Blumenkuebel #Blumenkübel
@erfolgslobbyist Baroso sagt Deutschland EU-Hilfe im #Blumenkübel -Skandal zu. Frankreich und England versetzen Gärtner in Bereitschaft
@Madly_Destined Nach dem tragischen Unfall fordern Politiker nun Killerspiele-Verbote für #Blumenkübel
@DerSchulze Auch beim #WoA ist die #Blumenkübel Tragödie angekommen – Es spielen heute um 20 Uhr die Blumenkübel Metalheadz – #Wacken

Viele weitere Tweets besonders auch aus den ersten Stunden findet ihr hier.
Schön ist auch, dass einige Unternehmen auf den entsprechenden Twitterseiten das Thema aufgegriffen haben. So twittert beispielsweise @ZDFneo:
Wir haben ein neues Sendeformat: neoKübel. Alles rund um den Garten, das Beet und den Rasen! #Blumenkübel
Auf den Kommentar eines Users, dass es dann heute abend sicherlich ein ZDFspezial zu dem Thema geben müsse, reagiert @ZDFonline:
Vermutlich müssen wir heute um 19.20 Uhr ein ZDFspezial für den #Blumenkübel einschieben ;-)
Kurz darauf folgt der Kommentar:
Es gibt erste Überlegungen unseren dienstältesten Ermittler & Privatdetektiv Josef Matula nach Münster zu schicken #blumenkübel
Auch die TAZ diskutiert bereits eine entsprechende Aufbereitung: ;)

@tazgezwitscher: Sondersitzung der taz-CvDs – Aufmacher morgen? Klonfleisch? Entwicklungshilfe? Nein! #Blumenkübel
Die Sparkasse dagegen wirbt unter @sparkasse_de damit:
Die Hausratversicherung der Sparkasse deckt auch Schäden am #Blumenkübel ab http://ow.ly/2lpnf
Um halb 3 Uhr reagiert schließlich auch die Münstersche Zeitung auf den Twitter-Vorfall: Artikel

Sonntag, 18. Juli 2010

AufRuhr 1225! Die Zweite

Nachdem ich ja vor einigen Wochen noch ein wenig skeptisch der Reise nach Herne zur Ausstellung “AufRuhr 1225!” entgegenblickte, kann ich nun behaupten, dass ich mir umsonst Sorgen gemacht habe. Die Ausstellung hat genau das gehalten was sie versprochen hatte: Eine wissenschaftlich fundierte, seriös gestaltete Ausstellung die man erleben kann.
Abgesehen davon, dass wir an besagtem 2. Juli locker Temperaturen um die 30° erreichten und dann auch der am besten klimatisierte Bus irgendwann zu einer Sauna wird, versprach es ein toller Tag zu werden. Um 8 Uhr ging es in Bremen am Hauptbahnhof mit dem Bus los in Richtung Herne. Um 12 Uhr begannen wir dann in zwei Gruppen unsere ca. zweistündige Führung durch die Ausstellung. Von meiner Führung kann ich sagen, dass wir eine fachlich sehr kompetente Führerin hatten, die alles sehr anschaulich präsentiert hat und auch die etwas spezielleren Anfragen unserer Professoren souverän beantworten konnte. Die Präsentation blieb also keineswegs auf dem Niveau einer reinen Abenteuerausstellung für Touristen, sondern hatte auch auf Universitätsniveau einiges zu bieten. Die Ausstellung selbst setzte den Anspruch einer Erlebnisausstellung um, indem Abstand von zahlreichen Tafeln mit schriftlichen Erklärungen genommen wurde und viel einzelne Exponate mit (für eine Führung nicht sehr relevanten, aber ansonsten informativen) Erläuterungen ausgestellt wurden. Bemerkenswert hierbei war vor allem die Tatsache, dass der Fokus bei den Exponaten klar von den schriftlichen Quellen genommen und auf zahlreiche archäologische Quellen gerichtet wurde.
Neben der eigentlichen Ausstellung gab es als Ergänzung eine sogenannte Mitmachstation, die mit Rekonstruktionen gefüllt war und einen selbst zum Bewohner einer mittelalterlichen Burg machen wollte. Interessant, aber eher auf Kinder ausgelegt.
Den Abschluss machte der 25 Meter hohe komplette Nachbau einer sogenannten Motte – einer Turmhügelburg -, welche sozusagen das Aushängeschild der Ausstellung war. Die Motte war begehbar und sollte noch einmal dem Anspruch der Erlebnisausstellung gerecht werden. Meiner Meinung nach, war sie jedoch lediglich als Aushängeschild geeignet. Wenig bis gar nicht in die Ausstellung integriert und völlig abseits stehend, machte die Konstruktion eher den Eindruck eines angefügten Kinderspielplatzes als den einer wissenschaftlichen Rekonstruktion. Auch die Führung schaffte es nicht, diesen Eindruck aufzuheben. Der (auf dem Bild zu sehende) Platz wirkte unfertig, nichtdazugehörig und bot keinerlei Informationen zur Motte beispielweise in Form von Informationstafeln oder erklärenden Worten der Führung. Meiner Meinung nach absolut überflüssiges Anhängsel und enttäuschend.
Allerdings bleibt die Motte auch mein einziger Minuspunkt, denn in allen anderen Bereichen hat mich die Ausstellung wirklich überzeugt und der doch recht weite Weg hat sich wirklich gelohnt.

Herr der Ringe Supertrailer

Hab beim stöbern diesen tollen Trailer gefunden, der bei mir schon wieder die Lust auf eine Herr der Ringe-Nacht weckt. Eine tolle Zusammenfassung aller drei Teile, ohne das entscheidende Ende schon zu verraten. Der Trailer soll wohl auch auf der DVD zu “Return of the King” gewesen sein. Muss ich gleich mal nachgucken… ;)


Mittwoch, 2. Juni 2010

Bestanden 1.0

Habe gerade mal wieder in PABO (Prüfungsamt Bremen Online) nachgesehen, weil ich seit Wochen auf die Eintragung einiger meiner Ergebnisse warte und siehe da, ich habe das hier gefunden:
Bestanden 1.0
Sieht das nicht geil aus?!?! :)