Sonntag, 18. Juli 2010

AufRuhr 1225! Die Zweite

Nachdem ich ja vor einigen Wochen noch ein wenig skeptisch der Reise nach Herne zur Ausstellung “AufRuhr 1225!” entgegenblickte, kann ich nun behaupten, dass ich mir umsonst Sorgen gemacht habe. Die Ausstellung hat genau das gehalten was sie versprochen hatte: Eine wissenschaftlich fundierte, seriös gestaltete Ausstellung die man erleben kann.
Abgesehen davon, dass wir an besagtem 2. Juli locker Temperaturen um die 30° erreichten und dann auch der am besten klimatisierte Bus irgendwann zu einer Sauna wird, versprach es ein toller Tag zu werden. Um 8 Uhr ging es in Bremen am Hauptbahnhof mit dem Bus los in Richtung Herne. Um 12 Uhr begannen wir dann in zwei Gruppen unsere ca. zweistündige Führung durch die Ausstellung. Von meiner Führung kann ich sagen, dass wir eine fachlich sehr kompetente Führerin hatten, die alles sehr anschaulich präsentiert hat und auch die etwas spezielleren Anfragen unserer Professoren souverän beantworten konnte. Die Präsentation blieb also keineswegs auf dem Niveau einer reinen Abenteuerausstellung für Touristen, sondern hatte auch auf Universitätsniveau einiges zu bieten. Die Ausstellung selbst setzte den Anspruch einer Erlebnisausstellung um, indem Abstand von zahlreichen Tafeln mit schriftlichen Erklärungen genommen wurde und viel einzelne Exponate mit (für eine Führung nicht sehr relevanten, aber ansonsten informativen) Erläuterungen ausgestellt wurden. Bemerkenswert hierbei war vor allem die Tatsache, dass der Fokus bei den Exponaten klar von den schriftlichen Quellen genommen und auf zahlreiche archäologische Quellen gerichtet wurde.
Neben der eigentlichen Ausstellung gab es als Ergänzung eine sogenannte Mitmachstation, die mit Rekonstruktionen gefüllt war und einen selbst zum Bewohner einer mittelalterlichen Burg machen wollte. Interessant, aber eher auf Kinder ausgelegt.
Den Abschluss machte der 25 Meter hohe komplette Nachbau einer sogenannten Motte – einer Turmhügelburg -, welche sozusagen das Aushängeschild der Ausstellung war. Die Motte war begehbar und sollte noch einmal dem Anspruch der Erlebnisausstellung gerecht werden. Meiner Meinung nach, war sie jedoch lediglich als Aushängeschild geeignet. Wenig bis gar nicht in die Ausstellung integriert und völlig abseits stehend, machte die Konstruktion eher den Eindruck eines angefügten Kinderspielplatzes als den einer wissenschaftlichen Rekonstruktion. Auch die Führung schaffte es nicht, diesen Eindruck aufzuheben. Der (auf dem Bild zu sehende) Platz wirkte unfertig, nichtdazugehörig und bot keinerlei Informationen zur Motte beispielweise in Form von Informationstafeln oder erklärenden Worten der Führung. Meiner Meinung nach absolut überflüssiges Anhängsel und enttäuschend.
Allerdings bleibt die Motte auch mein einziger Minuspunkt, denn in allen anderen Bereichen hat mich die Ausstellung wirklich überzeugt und der doch recht weite Weg hat sich wirklich gelohnt.

Herr der Ringe Supertrailer

Hab beim stöbern diesen tollen Trailer gefunden, der bei mir schon wieder die Lust auf eine Herr der Ringe-Nacht weckt. Eine tolle Zusammenfassung aller drei Teile, ohne das entscheidende Ende schon zu verraten. Der Trailer soll wohl auch auf der DVD zu “Return of the King” gewesen sein. Muss ich gleich mal nachgucken… ;)


Mittwoch, 2. Juni 2010

Bestanden 1.0

Habe gerade mal wieder in PABO (Prüfungsamt Bremen Online) nachgesehen, weil ich seit Wochen auf die Eintragung einiger meiner Ergebnisse warte und siehe da, ich habe das hier gefunden:
Bestanden 1.0
Sieht das nicht geil aus?!?! :)

Mittwoch, 26. Mai 2010

Towel Day

Towel Day - Keine Panik
Heute ist Towel Day!
Ja, ich weiß, nicht unbedingt der allerbekannteste Tag des Jahres, aber er ist heute. Towel Day ist der Gedenktag für Douglas Adams, dem Autoren der “Per Anhalter durch die Galaxis”-Reihe. Eben diesem Werk ist zu entnehmen, dass ein Handtuch das nützlichste ist, was man besitzen kann:
Ein Handtuch ist so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann. Einmal ist es von großem praktischem Wert – man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V darauf liegen, wenn man die berauschenden Dämpfe des Meeres einatmet; man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Minifloß verwenden, wenn man den trägen, bedächtig strömenden Moth-Fluss hinuntersegelt, und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen – bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist.
Was jedoch noch wichtiger ist: ein Handtuch hat einen immensen psychologischen Wert. Wenn zum Beispiel ein Strag (Strag = Nicht-Anhalter) dahinter kommt, dass ein Anhalter sein Handtuch bei sich hat, wird er automatisch annehmen. er besäße auch Zahnbürste, Waschlappen, Seife, Keksdose, Trinkflasche, Kompass, Landkarte, Bindfadenrolle, Insektenspray, Regenausrüstung, Raumanzug usw, usw. Und der Strag wird dann dem Anhalter diese oder ein Dutzend andere Dinge bereitwilligst leihen, die der Anhalter zufällig gerade “verloren” hat. Der Strag denkt natürlich, dass ein Mann, der kreuz und quer durch die Galaxis trampt, ein hartes Leben führt, in die dreckigsten Winkel kommt, gegen schreckliche Übermächte kämpft, sich schließlich an sein Ziel durchschlägt und trotzdem noch weiß, wo sein Handtuch ist, eben ein Mann sein muss, auf den man sich verlassen kann.
Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis
Daher wird der Towel Day traditionell am 25. Mai durch das Mitnehmen seines Handtuchs begangen. Dieses wird den ganzen Tag wirklich überall hin mitgenommen.
Deutsche Homepage des Towel Day: Towel Day - Keine Panik
Wikipedia “Towel Day”
Süddeutsche Zeitung Artikel 2006
Süddeutsche Zeitung Artkel 2007

Samstag, 22. Mai 2010

Filmzitate

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie sehr einige Filme im Bewusstsein bleiben. Jeder hat sicher schon mal ein Filmzitat in einer Unterhaltung benutzt. Wer kann mittlerweile schon noch behaupten das Wort Schatz nicht schon mal ein wenig wie Gullum zischend in die Länge gezogen zu haben…
Als ich in der vergangenen Woche sehr gemütlich durch den Bahnhof Richtung Bahnsteig schlenderte (Ich hatte mal wieder den Zug ganz knapp verpasst und musste warten), wurde ich von einem jungen Mann, der es offenbar um einiges eiliger hatte überholt. Der Gute rannte im Zickzack durch die Menschenmassen und hatte meiner Meinung nach ein doch recht beachtliches Tempo drauf. An sich nichts Ungewöhnliches auf einem Bahnhof. Doch als von einem der Warteplätze (also einem der drei Plätze auf der einzigen Bank) ein amüsiertes aber nichts desto trotz anfeuerndes “Lauf Forrest!” erklang, war ich doch etwas amüsiert und das, obwohl ich den dazugehörigen Film nie gesehen habe…
Außerdem ist es bei uns in der Familie mittlerweile ein für Nichteingeweihte merkwürdig anmutendes Ritual in Lachen auszubrechen, wenn jemand “Gedenkt sie das…” oder “Welch köstlich zubereitete Salzkartoffeln!” sagt. (Stolz und Vorurteil, Mr. Collins)